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Arbeiten und Leben in Brasilien
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    In Sachen Wirtschaft ein Land der Zukunft

    Von admin | 19.August 2009

    Eine stabile Währung, eine gute Rendite auf Kapitalanlagen, hoch profitable Banken und eine robust wachsende Wirtschaft – diese Kombination beschreibt während der weltweiten Finanzkrise nicht die Schweiz, sondern Brasilien. Dem Land der Zukunft, wie Stefan Zweig Brasilien genannt hat, traut nicht nur Jim Neill, Chefvolkswirt von Goldman-Sachs, zu, die Industrieländer langfristig in der Wirtschaftsleistung zu überholen. Als Rohstofflieferant und Exporteur von landwirtschaftlichen Erzeugnissen nimmt Brasilien bereits heute eine führende Position ein.

    IT-Wirtschaft und Flugzeugbau in Brasilien

    Aber nicht nur das. Zunehmend kommen auch High-Tech-Produkte aus Brasilien: Das Unternehmen Embraer mit Hauptsitz in São José dos Campos im Bundesstaat São Paulo ist der weltweit drittgrößte Flugzeughersteller und Marktführer im Segment der Regionaljets.

    Brasiliens Wirtschaft auf dem Vormarsch

    Für Deutschland ist Brasilien traditionell der bedeutendste Handelspartner in Lateinamerika. Zahlreiche deutsche Firmen sind mit einer eigenen Niederlassung in Brasilien präsent. Der größte Handelspartner Brasiliens waren aber über Jahrzehnte die Vereinigten Staaten von Amerika – bis vor kurzem. Mittlerweile exportiert Brasilien in größerem Umfang nach China als in die Vereinigten Staaten. Enge wirtschaftliche Beziehungen bestehen auch mit den Nachbarländern Argentinien, Paraguay und Uruguay, die seit 1991 zusammen mit Brasilien den gemeinsamen Markt Mercosul (spanisch Mercosur) bilden.

    Die Wirtschaft in Brasilien unterscheidet sich regional 

    Innerhalb Brasiliens unterscheiden sich die Regionen hinsichtlich ihrer Wirtschaftskraft deutlich voneinander. Die leistungsstärksten Regionen sind der Süden und der Südosten mit den Metropolen São Paulo, Rio de Janeiro und Belo Horizonte. Zusammen erwirtschaften diese beiden Regionen knapp drei Viertel des brasilianischen Bruttoinlandsprodukts. Der bevölkerungsreiche Nordosten ist die ärmste Region mit dem niedrigsten Bruttoinlandsprodukt pro Kopf.

    Mit Bildung die Wirtschaft ankurbeln

    Brasilien verfügt über ein riesiges Heer von ungelernten Arbeitskräften. Auf eine offene Stelle, für die keine formale Ausbildung erforderlich ist, melden sich viele Interessenten. Deswegen orientieren sich die Löhne für einfache Tätigkeiten am gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohn von derzeit knapp 200 Euro. Hochqualifizierte wie Informatiker, Ingenieure, Manager und Ärzte verdienen ein Vielfaches davon. Die Einkommensunterschiede sind für europäische Begriffe in der Tat extrem: Das Einkommen der reichsten 10% der Bevölkerung beträgt mehr als das 50-fache des Einkommens der ärmsten 10%. In Deutschland ist es nur das 8-fache.

    (Klaus-Dieter Schmatz)

    Tipp

    Lesen Sie auch, warum der Arbeitsmarkt in Brasilien eine Herausforderung darstellt.

    Topics: Arbeiten in Brasilien | 2 Kommentare »

    2 Kommentare to “In Sachen Wirtschaft ein Land der Zukunft”

    1. Tore zum Job – Stellenbörsen für den brasilianischen Arbeitsmarkt | Arbeiten und Leben in Brasilien meint:
      19.August 2009 at 21:39

      [...] Sie auch, was die Wirtschaft Brasiliens zu bieten [...]

    2. Ein ganz neuer Anfang – Auswandern in das Land des Sambas | Arbeiten und Leben in Brasilien meint:
      19.August 2009 at 21:48

      [...] In Sachen Wirtschaft ein Land der Zukunft | [...]

    Kommentare

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