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    Die brasilianische Bevölkerung – ein Schmelztiegel der Kulturen

    Von admin | 19.August 2009

    Laut einer Volkszählung hatte Brasilien im Jahr 2000 ziemlich genau 170 Millionen Einwohner. Nach einer Schätzung des IBGE waren es 2008 schon 190 Millionen. Damit liegt Brasilien im weltweiten Vergleich hinter China, Indien, den Vereinigten Staaten von Amerika und Indonesien an fünfter Stelle. Im landesweiten Durchschnitt leben 22 Menschen auf einem Quadratkilometer. Die höchste Bevölkerungsdichte findet sich in den Küstenregionen und im Südosten, die niedrigste im Mittelwesten und Norden. Dort gibt es weiträumige Gebiete, die praktisch noch unbewohnt sind.

    Eine bunt gemischte Bevölkerung

    Das brasilianische Bevölkerung hat eine bunt gemischte ethnische Zusammensetzung. 49,4 Prozent der brasilianischen Bevölkerung bezeichnen sich selbst als Weiße, 42,3 Prozent als Mischlinge, 7,4 Prozent als Schwarze und 0,8 Prozent als Gelbe oder Indigene. Nicht immer fällt die Zuordnung jedoch leicht, haben doch die meisten Brasilianer entfernte Vorfahren verschiedenen Ursprungs.

    Die brasilianische Bevölkerung hat verschiedene Vorfahren

    Brasiliens Bvölkerung ist bunt gemischt. Die Vorfahren stammen aus vielen verschiedenen Ländern und von vielen anderen Völkern ab. Hier eine Übersicht der Ursprungsvölker:

    • Einheimische Volksgruppen der Tupí und Guarani

    • Europäer, vor allem Portugiesen, Spanier, Italiener, Deutsche und Polen

    • Afrikaner, überwiegend aus Westafrika

    • Asiaten, hauptsächlich aus Japan und dem Mittleren Osten

    Die Bevölkerung hat sich untereinander vermischt

    Diese Bevölkerungsgruppen haben sich im Lauf der Jahrhunderte umfassend vermischt. Doch gibt es regional immer noch unter-schiedliche Schwerpunkte. Im Süden dominieren die Nachfahren der Europäer, in den Bundesstaaten Bahia und Rio de Janeiro leben überdurchschnittlich viele Nachfahren von Afrikanern und im Norden ist der Einfluss der Índios besonders stark.

    Frauen dominieren in der brasilianischen Bevölkerung 

    Wenn man abends in einer Großstadt ausgeht, sieht man fast immer mehr Frauen als Männer. Diese für die meisten männlichen Besucher recht erfreuliche Beobachtung mag teilweise dadurch zu erklären sein, dass Brasilianerinnen womöglich häufiger ausgehen als ihre männlichen Landsleute. Tatsächlich leben in den Städten aber wirklich mehr Frauen als Männer, im Schnitt kommen nämlich auf 100 Frauen nur 95 Männer. Am größten ist der Frauenüberschuss in Rio de Janeiro mit einem Verhältnis von 86 Männern pro 100 Frauen.

    (Klaus-Dieter Schmatz)

    Tipp

    Lesen Sie auch, warum in Brasilien die Landessprache Portugiesisch ist.

    Topics: Brasilien | 1 Kommentar »

    Ein Kommentar to “Die brasilianische Bevölkerung – ein Schmelztiegel der Kulturen”

    1. Fakten im Vergleich | Arbeiten und Leben in Brasilien meint:
      20.August 2009 at 10:43

      [...] Lesen Sie auch Interessantes über Brasiliens Einwohner. [...]

    Kommentare

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